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Wichernpreis 2021 – Preisträger stehen fest

Der Wichernpreis wird alle zwei Jahre vom Institut für Diakoniewissenschaft und Diakoniemanagement (IDM) der Kirchlichen Hochschule Wuppertal/Bethel vergeben. Mit dem mit 10.000 Euro dotierten Preis werden junge akademische Qualifikationsarbeiten in der Diakoniewissenschaft gewürdigt.

Der Hauptpreis 2021 geht an Dr. Martin Holler für seine Dissertation „Die Mit-Gestaltung inklusiver Sozialräume in der Arbeit mit Menschen mit Behinderung – Ein unternehmerischer Beitrag unter Anwendung von Instrumenten der strategischen Planung“, die 2020 am Diakoniewisseschaftlichen Institut der Universität Heidelberg vollendet wurde. „Dieses interdisziplinär angelegte Vorhaben entwickelt eine Strahlkraft von dynamischen Prozessen, einem Gesamtkonzept unter Einbezug von ethischen, theologischen und pädagogischen Aspekten und praktischen Vorschlägen zur Raumaneignung“, begründet die Jury ihre Entscheidung.

Holler ist Leiter der Unternehmensentwicklung bei der Johannes-Diakonie Mosbach und ehrenamtlich für den Verband für Digitalisierung in der Sozialwirtschaft als Botschafter aktiv. In seiner Arbeit konzipiert er ein dynamisches Prozess-Modell zur Gestaltung inklusiver Sozialräume durch verschiedene Akteure. Ethisches Handeln, so ein Fazit des Verfassers, erweise sich in der praktischen Arbeit.

Eine lobende Erwähnung erhielten die Dissertationen von Dr. Ronald Dossi „Diakonische Unternehmen und das Gemeinwohl“ (Bethel 2017) und Dr. Jens Schild „Wichern als Entrepreneur“(Bethel 2019), die als ernsthafte Konkurrenten ebenfalls auf der Shortlist der Nominierungen standen. Insgesamt wurden für die Shortlist vier Arbeiten ausgewählt, die von den Jury-Mitgliedern durch schriftliche Voten begutachtet wurden.

Den mit 2.500 Euro dotierten Sonderpreis erhielt Prof. Dr. Traugott Roser vom Lehrstuhl für Praktische Theologie der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Universität Münster. Die Jury würdigte damit Rosers publizistisches Wirken für die Diakoniewissenschaft, insbesondere für die Schwerpunkte in der Seelsorge/Krankenhausseelsorge und der Spiritual Care.

Die achtköpfige Jury des Wichernpreises 2021, die die Gewinner am 20. Januar 2021 kürte, bestand aus Dr. Astrid Giebel (Diakonie Deutschland), Dr. Johanna Will-Armstrong (von Bodelschwinghsche Stiftungen Bethel), Prof. Dr. Renate Zitt (Ev. Hochschule Darmstadt), Christian Dopheide (Stiftung Hephata, Mönchengladbach), Dr. Mathias Hartmann (Diakonie Neuendettelsau / Schwäbisch Hall), Dr. David Lohmann (Stiftung Alfred Jäger für Diakonie), Prof. Dr. Christoph Sigrist (Universität Bern) sowie Prof. Dr. Martin Büscher (IDM), der auch den Jury-Vorsitz inne hatte. Die Preisvergabe durch den Präsidenten der Diakonie Deutschland, Pfr. Ulrich Lilie, wird coronabedingt voraussichtlich zum Wichernempfang 2022 in Berlin erfolgen.

Finanziell wurde der Wichernpreis 2021 von diesen Organisationen gefördert:  Stiftung-Alfred Jäger für Diakonie, Rotenburger Werke der Inneren Mission, v. Bodelschwinghsche Stiftungen Bethel, Diakonissen Speyer-Mannheim, Diakonie Neuendettelsau / Schwäbisch Hall, Johannes-Diakonie Mosbach, Ev. Stiftung Hephata Mönchengladbach, Rummelsberger Diakonie, Diakovere Hannover

Wichernpreisträger 2021: Dr. Martin Holler erhielt den Hauptpreis für seine Dissertation „Die Mit-Gestaltung inklusiver Sozialräume in der Arbeit mit Menschen mit Behinderung – Ein unternehmerischer Beitrag unter Anwendung von Instrumenten der strategischen Planung“.
(Foto: privat)
Wichernpreisträger 2021: Prof. Dr. Traugott Roser erhielt den Sonderpreis für sein publizistisches Wirken für die Diakoniewissenschaft, insbesondere für die Schwerpunkte in der Seelsorge/Krankenhausseelsorge und der Spiritual Care
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