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Offener Abend: Messianisches Judentum als Herausforderung an Juden und Christen

17. Dezember 2020, 18:00 - 19:30

Offener Abend mit einem Input von apl. Prof. Stefanie Pfister aus Münster. Für die Einwahl bitte hier klicken.

Warum birgt das Phänomen messianisch-jüdischer Frömmigkeit gerade mit Blick auf das Jahr 2021 (1700 Jahre Judentum in Deutschland) eine große Brisanz?

Messianische Juden sind Jüdinnen und Juden, die für sich in Anspruch nehmen, dass der in den Schriften des ersten Testaments verheißene Messias des Volkes Israel bereits in Jesus von Nazareth erschienen sei. Messianische Juden sehen es als ihre Aufgabe an, Jüdinnen und Juden zu Yeschua Ha Maschiach zu bekehren, also einen Religionswechsel von Jüdinnen und Juden zu initiieren. Erst durch die Gesamtkonversion von Jüdinnen und Juden zu dieser Form evangelikaler Frömmigkeit, würde die im Neuen Testament verheißene Endzeit in ihr letztes Stadium eintreten.

Durch das auch in der Bundesrepublik Deutschland beobachtbare und empirisch beschreibbare Phänomen messianisch-jüdischer Frömmigkeit gerät – insbesondere mit Blick auf die Teilnahme messianisch-jüdischer Organisationen an Kirchentagen – der jüdisch-christliche Dialog in eine Schieflage. Evangelikale Theologie versteht messianisch-jüdische Frömmigkeit als Möglichkeit und als Einfallstor mit Blick auf eine vermeintlich heilsnotwendige Bekehrung von Jüdinnen und Juden zu Jesus Christus.

Zur Referentin: Frau apl. Prof. Dr. Stefanie Pfister wurde 2008 mit einer Arbeit zum Thema:  Messianische Juden in Deutschland. Eine historische und religionssoziologische Untersuchung an der TU Dortmund zum Dr. phil. promoviert. Ihre in 2. Auflage 2016 erschienene Arbeit gilt als Standardwerk. Sie gilt bundesweit als ausgewiesene Kennerin der messianisch-jüdischen Szene und wird von Seiten der EKD um ihre Expertise mit Blick auf die Teilnahme messianisch-jüdischer Gruppen an Kirchentagen und mit Blick auf den jüdisch-christlichen Dialog um ihre Expertise nachgefragt.

Frau apl. Prof. Dr. Pfister lehrt u.a. an der WWU Münster und an der Bergischen Universität Wuppertal.

Uns erwartet ein hochspannender Abend.

Was sind Offene Abende?

Das digitale Format der Offenen Abende an der KiHo ist neu. Wir wollen damit einen festen Ort und zu einem festen Termin etablieren. Einen Ort, der Raum für neue Begegnungen und Kontakte schafft – mit und ohne Programm. Einen Termin, den man sich merkt, weil er sich für Theolog*innen jeden Alters lohnt. Denn: Das Angebot richtet sich an alle: alle Studierende aus allen Semestern, alle Lehrende aus allen Fachbereichen und auch an alle KiHo-Mitarbeitenden in Verwaltung und Technik.

Um die Idee in Schwung zu bringen, haben wir weitere Donnerstage vorausgeplant. So wird es am Donnerstag, dem 17. Dezember 2020, um 18.30 Uhr einen Offenen Abend zum Thema „Messianisches Judentum als Herausforderung an Juden und Christen“ mit apl. Prof. Stefanie Pfister aus Münster geben. Und am Donnerstag, dem 14. Januar 2021, wird Pfarrer Dr. Andreas Fincke aus Erfurt zum Thema „Ratlos vor der Konfessionslosigkeit – Phänomene, Analysen und Handlungsoptionen“ referieren.

Für andere Ideen sind noch viele Termine frei, z.B. der 7. Januar, der 21. Januar sowie der 28. Januar 2021. Wer will, der darf. Wir würden uns freuen, wenn auch Sie sich an dieser Initiative beteiligen. Eine E-Mail an ikm@kiho-wuppertal-bethel.de genügt. Die aktuelle Agenda finden Sie auf Moodle -> Schwarzes Brett -> Digital plus.

Herzlich grüßen

Matthias Roser, Gregor Mathée, Alexander B. Ernst, Frank Grünberg

 

Details

Datum:
17. Dezember 2020
Zeit:
18:00 - 19:30


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