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OPFER UND PASSION. EINFÜHRUNG IN DIE SYSTEMATISCHE THEOLOGIE II

Nr: 401
Fach: ST
Art: Vorlesung
Semesterwochenstunden: 2
Dozenten: von Soosten
Verwendbarkeit: AM ST, BM ST, WB
Termin: Zeit: 11.15-13.00 Uhr Termine: freitags
Ort: Raum 3
Hinweise:

Inhalt

Im Zentrum der Vorlesung steht die Frage nach dem Verständnis der Passion Jesu Christi (Christologie und Soteriologie). Wie kann die Heilsbedeutung von Jesu Kreuzestod verstanden werden? Die große Frage, die christliche Theologie immer bewegt hat, ist, ob der Heilstod Jesu Christi auch als Opfertod verstanden werden müsse. Diese Frage liegt insoweit nahe, insofern das ganze Neue Testament von der Vorstellungswelt des Opfers und des Opferkultes durchdrungen ist. Freilich zielt die Utopie des Christentums in der Symbolik des Todes Jesu auf die Abschaffung des Opfers. Insofern bedarf die Rede vom Heilstod Jesu Christi als endgültiges „Ende des Opfers“ einer sorgfältigen Untersuchung in hermeneutisch-dogmatischer Hinsicht. Die Vorlesung widmet sich dieser Untersuchung. Die theologische Klärung dieser Frage ist in zweierlei Hinsicht von erheblichem Gewicht. Zum einen bildet die Passion Jesu Christi das Zentrum des christlichen Glaubens. Insofern hängt in der Gottesdienstpraxis (Homiletik, Liturgik) wie auch der Seelsorge (Poimenik) alles an der Frage, ob es zur erfahrbaren Darstellung des Evangeliums kommt, daß das Christentum keine Opferreligion ist, ohne allerdings dabei die Heilsbedeutung des Todes Jesu Christi („für uns“) schwach zu reden (eine seit geraumer Zeit beliebte Selbstsäkularisierung des Glaubens in der Verkündigungspraxis der Kirchen). Ebenso können wir nicht die Augen davor verschließen, daß die Utopie der Abschaffung des Opfers beständig bedroht bleibt durch die Wiederkehr des Opfers gerade auch in religiöser Gestalt (Gewalt). Der Zusammenhang von „Opfer und Passion“ in der Symbolik des Todes Jesu (Kreuzestheologie) verweist auf unerledigte Konflikte im Verständnis der Faszinationsgeschichte Gottes im Bündnis mit den Menschen (Gotteslehre).

Literatur

Hinweise auf Literatur erfolgen im Verlauf der Vorlesung. Die Vorlesung
orientiert sich wie üblich am Kanon der Klassiker der Dogmengeschichte: Ein
Semester: Ein Buch.

Voraussetzungen

Lust am theologischen Denken und Fragen theologischer Hermeneutik.

Anforderungen

Leistungspunkte

2 LP

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