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LICHT UND WAHRHEIT. DOGMATIK DES CHRISTLICHEN GLAUBENS I

Nr: 401
Fach: ST
Art: Vorlesung
Semesterwochenstunden: 2
Dozenten: von Soosten
Verwendbarkeit: AM ST, BM ST, WB, WM Ph
Termin: Zeit: 11.15-13.00 Uhr Termine: freitags
Ort: Ort: Raum: 3
Hinweise:

Inhalt

Gibt es Menschen, die noch nie einen „Stern“ gesehen haben? An den
„Leuchten“ des Himmels? Gibt es Menschen, die schon mal einen „Stern in
sich“ geboren haben? – Beschreibt man die ambitionierte Freundin der
Weisheit (Philosophin) und der Frage nach der Freiheit (Theologin) als eine
Pendlerin zwischen Tonne (Höhle) und Kosmos, dann kommen Themen auf,
die in irgendeiner Weise auf dem Dualismus von Licht und Finsternis
aufruhen. Dieses „Irgendwie“ ist ein Zentralmotiv des philosophischen und
theologischen Denkens über die Quelle von Wahrheit von ihren Anfängen an:
Etwas kommt ans Licht (die Lüge), etwas kommt zum Licht (die Erkenntnis),
wird an Licht gebracht (Aufklärung), etwas ist lichtvoll andringlich (die
Wahrheit), etwas lebt von Illumination (Beleuchtung, innerer Beleuchtung und
Geist), etwas leuchtet nachblind auf (Wahrheit jenseits von Wirklichkeit). Diese
Liste läßt sich mühelos fortsetzen. – Die Vorlesung verfolgt die Frage vonLicht und Wahrheit als eine Problemgeschichte wie auch als eine
Faszinationsgeschichte, die der Tradition des theologischen Denkens nach
zahlreiche Umbesetzungen und Akzentuierungen erfahren hat. Parmenides
und Platon (Höhlengleichnis) werden ebenso zur Sprache kommen wie die
Illuminationskunst des Kinos (Flimmerhöhlen und Smart-Phones).
Selbstverständlich ebenso die Illuminationslehre von Augustinus (Sehen im
Licht) oder die Lichtregie von Rembrandt (Optik). Zum Beispiel. – Eine
besondere Herausforderung für das Thema Licht und Finsternis („Und die
Finsternis hat es nicht erfasst“) stellen die zahlreichen Zwischenstufen
zwischen Lichtmetaphorik und Lichtmetaphysik dar, welche die Lichtsprache
der christlichen Tradition kennt: Die Claritas des Schrift, die Blendung und
Blindheit des Paulus, das Weltdunkel der Zeit und die neue Stadt im Licht, das
Nicht Nichts der Nacht (Träume, Gespenster, Untote und Engel) als Ort der
religiösen Imagination und schöpferischer Phantasie („Atemlos durch die
Nacht“: Liebe) sowie und theologisch zentral: die Verborgenheit Gottes im
NachtLicht seiner Passion.

Literatur

Die maßgeblichen Quellentexte als Grundlage der Vorlesung werden in deren
Verlauf bekannt gegeben. Vorlesungstext und Thesen am Schluß der
Vorlesung.

Voraussetzungen

Keine. Lust am theologischen Denken. Geeignet auch als Einführung in die
Systematische Theologie und Religionsphilosophie (Glauben und Wissen).

Anforderungen

Leistungspunkte

2 LP. Philosophicum möglich.

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