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Jüdischer Religionsunterricht in Deutschland vor den Herausforderungen der Moderne – Einladung zum öffentlichen Expertenvortrag

Seit 1.700 Jahren gibt es jüdisches Leben in Deutschland. Das wird 2021 in besonderer Weise gewürdigt. Wie aber sieht der jüdische Religionsunterricht heute aus? Was prägt ihn? Welche Positionen und Perspektiven vermittelt er? Antworten auf diese Fragen gibt Dr. Sandra Anusiewicz-Baer in einem öffentlichen Zoom-Vortrag, den sie im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Religionspädagogische Denkräume“ am Mittwoch, dem 10. Februar 2021, um 16.00 an der Kirchlichen Hochschule Wuppertal/Bethel hält.

1.700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland: Die Jahreszahl geht auf ein Edikt des römischen Kaisers Konstantin aus dem Jahr 321 zurück. Es legte fest, dass Jüdinnen und Juden städtische Ämter in der Stadt Köln bekleiden durften und gilt als ältester Beleg jüdischen Lebens in Europa nördlich der Alpen.

Dr. Sandra Anusiewicz-Baer beleuchtet in ihrem Vortrag, wie sich die Religionspädagogik mit Blick auf jüdische Bildung in Schule und Synagoge entwickelt haben. Jüdische Privatschulen gehören heute zum selbstverständlichen Stadtbild deutscher Großstädte. Auch an öffentlichen Schulen wird jüdischer Religionsunterricht gemäß Artikel 7,3 GG erteilt. Anusiewicz-Baer wurde 2017 an der Humboldt-Universität zu Berlin mit einer Arbeit über die jüdische Oberschule in Berlin promoviert. Sie lehrt und forscht an der School of Jewish Theology der Universität Potsdam sowie am Zacharias-Fraenkel-Kolleg in Berlin. Der Videomitschnitt des Vortrags ist hier zu sehen.

Ihren Vortrag hält sie im Rahmen der „Religionspädagogische Denkräume“ des Lehrstuhls für Praktische Theologie der Kirchlichen Hochschule Wuppertal/Bethel. Mit der Veranstaltungsreihe wollen Prof. Dr. Konstanze Kemnitzer und Dr. Matthias Roser ein Forum für alle Fragen rund um die Themen Religion und Bildung bieten. „Ziel ist es, regelmäßig bildungs- und schulpolitisch bedeutsame Entwicklungen mit Blick auf den Religionsunterricht aufzugreifen, um damit zur Entscheidungsfindung im öffentlichen Raum beizutragen“, erklärt Kemnitzer, die auch Rektorin der Hochschule ist.

Interessierte sind herzlich eingeladen, den Zoom-Vortrag am Mittwoch, dem 10. Februar 2021, ab 16.00 Uhr live und kostenfrei zu verfolgen. Um eine Anmeldung per E-Mail unter matthias.roser@kiho-wuppertal-bethel.de wird gebeten. Der Einwahllink wird anschließend gerne zugeschickt.

Für das Jahr 2021 sind bisher folgende „Religionspädagogische Denkräume“ geplant:

  • Evangelikale Bekenntnisschulen – eine Herausforderung für das öffentliche Schulsystem?

Freitag, 23. April 2021 (Referent*in und Zeit werden noch bekanntgegeben)

  • Humanistischer Lebenskundeunterricht – eine Alternative zum Religionsunterricht?

Mittwoch, 10. November 2021, 17.00 bis 19.00 Uhr

Referent: Jaap Schilt, Humanistischen Verband Deutschlands

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