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Hans Jochen Boecker * 28. März 1928 ✝ 13. Februar 2020

In den frühen Morgenstunden des 13. Februar 2020 verstarb Professor Dr. Hans Jochen Boecker im Alter von 91 Jahren.

Die Kirchliche Hochschule Wuppertal/Bethel trauert um ihren emeritierten Alttestamentler und Theologen und gedenkt seiner in großer Dankbarkeit.

Hans Jochen Boecker, nach seiner Assistentur und Promotion bei Professor Hans Walter Wolff seit 1959 zunächst Lektor für Biblisches Hebräisch und Dozent für Altes Testament an der Kirchlichen Hochschule, war von 1968 bis 1993 ordentlicher Professor auf dem Lehrstuhl Altes Testament. Mit seinen wissenschaftlichen Arbeiten zu Recht und Gesetz und den Redeformen des Rechtslebens im Alten Testament, dem Königtum, der Prophetie Israels und Theologie des Alten Testaments gehörte er zu den namhaften Vertretern seines Fachs. Als Professor der Kirchlichen Hochschule und seit 1984 auch Honorarprofessor an der Bergischen Universität Wuppertal war er ein begeisternder Lehrer der Theologie, der Studierende wie Kolleginnen und Kollegen, Pfarrerinnen und Pfarrer wie Gemeindeglieder für das Alte Testament als Teil der Bibel gewann. An der Kirchlichen Hochschule bekleidete er während seiner langen Wirksamkeit fast alle Ämter, war Ephorus, Prorektor und dreimal Rektor. In den Gremien der Kirche war er wie kaum ein anderer präsent, vor allem als Mitglied im Theologischen Ausschuss und über fast zwanzig Jahre als Professor der Evangelischen Theologie auf der Landessynode der Evangelischen Kirche im Rheinland, lehrte und beriet Mitglieder der Kirchenleitung und Präsides. Sein Herz schlug auch für das Evangelische Bibelwerk im Rheinland, dessen Vorsitzender er in den Jahren von 1993 bis 2005 war. In dem von S.Grätz/B.U.Schipper 2007 herausgegeben Band „Alttestamentliche Wissenschaft in Selbstdarstellungen“ fast Hans Jochen Boecker seine enge Bindung an die Kirche zusammen:

„Meine Lehrtätigkeit kann ich nur in einem unmittelbaren Zusammenhang mit meiner Ordination verstehen und wahrnehmen. Das mag den Studenten nicht immer deutlich sein, aber ich hoffe, dass es ihnen auch nicht immer verborgen bleibt. Wenn es mir gelingt, die Freude am Wort der Bibel zu wecken oder zu erhalten, dann ist für mich Entscheidendes getan, denn dann wird dieses Wort in seinem nicht auszuschöpfenden Reichtum wirksam werden.”

Die Trauerfeier und Beisetzung erfolgt am Dienstag, dem 18. Februar, um 11.00 Uhr auf dem Unterbarmer Friedhof, Am Unterbarmer Friedhof, 42285 Wuppertal.

Alexander B. Ernst 
– für das Rektorat der Kirchlichen Hochschule Wuppertal/Bethel –

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