Feministische Theologie geht es um Vielfalt – des Menschseins, des Glaubens und des sozialen Zusammenlebens. Körper, Geschlecht, Sexualität und Liebe sind existentielle Dimensionen dieser menschlichen Vielfalt. Frauen wie Männer fragen verstärkt danach, was diese Vielfalt für ihr Christsein bedeutet und wie gerechte Beziehungen möglich sind. In der Ökumene der Kirchen und in den Kulturen und Religionen in der Welt fallen die Antworten sehr unterschiedlich aus. Es wird darüber gestritten. Deshalb ist der ökumenische, interkulturelle und interreligiöse Dialog seit den Anfängen im 20. Jh. ein Charakteristikum feministischer Art und Weise, Theologie zu treiben. Sie stellt sich den globalen politischen Herausforderungen und denkt im interdisziplinären Dialog mit Erkenntnissen aus anderen Wissenschaften (Gender Studies) nach. Die Vielfalt der Theologischen Geschlechterforschung kommt in kontroversen Strömungen der theologischen Frauen-, Männer- und Queerforschung zum Ausdruck. Auf je eigene Weise äußern sie sich zu biblischen, historischen, systematischen und praktischen Fragen und suchen nach einer alltagsrelevanten und „geerdeten“ Theologie.

Für die Kirchen ist Genderkompetenz in Spiritualität, Theologie und Religionswissenschaft nicht mehr wegzudenken. Die Kirchliche Hochschule Wuppertal-Bethel ist einer der wenigen Orte in Deutschland, an dem Geschlecht als Querschnittsfrage der Theologie im Dialog mit der weltweiten Ökumene und der Diakonie studiert werden kann.

Die Basisliteraturliste von Prof. Dr. Heike Walz für das Studium Feministischer Theologie und Theologische Geschlechterforschung finden Sie hier.

Zwei informative Artikel zur Feministischen Theologie an der Kirchlichen Hochschule können Sie sich hier herunterladen:

Zur Geschichte der Feministischen Theologie an der Kirchlichen Hochschule Wuppertal/Bethel von Prof. Dr. Heike Walz und Christine Kötz

Die Feministische Sozietät an der Kirchlichen Hochschule – eine Verbindung zwischen Gemeinde und wissenschaftlicher Theologie von Elisabeth Müller

aus: Pionierinnen im Pfarramt. 40 Jahre Gleichstellung von Frauen und Männern im Pfarramt in der Evangelischen Kirche im Rheinland. Festschrift. Evangelische Kirche im Rheinland. Düsseldorf, November 2015. Bestelladresse: Gender- und Gleichstellungsstelle der Evangelischen Kirche im Rheinland. E-Mail: gender@ekir.de Tel.: 0211-4562680

Mitarbeitende

Dreifaltigkeitsfresko Urschalling

Prof. Dr. Claudia Janssen

Prof. Dr. Claudia Janssen

Professorin für Feministische Theologie / Theologische Geschlechterforschung und Neues Testament
PD Dr. Christine Globig

PD Dr. Christine Globig

Privatdozentin für Systematische Theologie
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