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Digitaler Start ins Sommersemester 2020

Vorlesungen, Seminare, Übungen: Die Kirchliche Hochschule startet den Lehrbetrieb zum neuen Semester ausschließlich in virtuellen Hörsälen. Die technische Infrastruktur, auch im Wohnheim auf dem Wuppertaler Campus, wurde dafür aufgerüstet, die Lehrenden im Umgang mit Videokonferenzsystem geschult und die Studierenden per Video begrüßt. Die Digitalisierungs-Ziele der Hochschule reichen weit über das Ende der Corona-Pandemie hinaus. 

Auf dem Campus der Kirchlichen Hochschule herrscht frühlingshafte Ruhe. Die Hörsäle und die Cafeteria wurden wegen des Corona-Virus geschlossen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind schon vor Wochen ins HomeOffice umgezogen, um ihr Infektionsrisiko zu senken. Dennoch ist es gelungen, den Lehrbetrieb pünktlich zum neuen Semester ohne Verzug fortzusetzen. „Wir haben es in kürzester Zeit geschafft, einen Großteil der Vorlesungen, Seminare und Übungen zum 22. April 2020 auf digitale Lehre umzustellen“, sagt Rektor Professor Martin Büscher.

Normalerweise ist Präsenz an der Kirchlichen Hochschule Programm

Normalerweise ist Präsenz für die Kirchliche Hochschule Programm. Lehrende und die rund 180 Studierenden der Theologie pflegen ganz bewusst den persönlichen Kontakt in Vorlesungen, Seminaren und Übungen. Rund 50 Studierende leben zudem im Wohnheim und damit rund um die Uhr auf dem „Heiligen Berg“. Schließlich sorgen die Landeskirchen- und Hochschulbibliothek sowie das Internationale Evangelische Tagungszentrum für regen Publikumsverkehr.

Bis auf Weiteres aber findet der Lehrbetrieb ausschließlich online statt. Mehr als zwei Drittel der geplanten Präsenzveranstaltungen wurde in virtuelle Hörsäle verlegt, in denen Lehrende und Studierende per Videokonferenz kommunizieren und online Lehrinhalte tauschen. Auch die Andacht, die man in normalen Zeiten in der Kapelle auf dem „Heiligen Berg“ zelebriert, fällt nicht aus. Interessierte können sie ab 21. April 2020 täglich von 10.50 bis 11.10 Uhr auf dem Display ihrer PCs oder Smartphones mitfeiern.

Den Start in das digitale Semester haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kirchlichen Hochschule mit großer Sorgfalt vorbereitet. Das Funknetzwerk im Wohnheim wurde so aufgerüstet, dass die Bewohnerinnen und Bewohnern an allen Lehrveranstaltungen in hoher Bild- und Tonqualität teilnehmen können. Das Videokonferenzsystems wurde so ausgewählt, dass es den datenschutzrechtlichen Vorgaben entspricht. Es gab Technik-Trainings und Didaktik-Sprechstunden für alle Dozentinnen und Dozenten. Am Standort Bethel wurde bereits ein erstes Online-Seminar für Diakoniewissenschaft für zwei Masterprogramme erfolgreich und mit überraschend positiven Rückmeldungen durch die Teilnehmerinnen und Teilnehmer durchgeführt. In Wuppertal begrüßt das Rektorat die Studierenden nicht wie üblich in der Unterbarmer Hauptkirche zum Semesteranfang, sondern per Video. „In Zeiten wie diesen müssen wir alle schnell dazu lernen, um die gemeinsamen Ziele zu erreichen“, erklärt Büscher die rasante Entwicklung. „Und wo könnte es bessere Voraussetzungen dafür geben als an einer kleinen Hochschule wie der unsrigen.“

Digitales Rüstzeug für Multiplikatorinnen und Multiplikatoren

Tatsächlich reichen die Ziele, die die Kirchliche Hochschule beim Thema „Digitalisierung“ verfolgt, weit über das Ende der Corona-Pandemie hinaus. Die Flexibilisierung von Arbeitsstätten und Arbeitszeiten, digitale Kommunikationsformen sowie neue Impulse und Ideen für die Lehre – momentan wird Vieles praktiziert, was noch vor kurzem undenkbar schien. Auch die Studierenden, die nach ihrem Studium als Pfarrerinnen und Pfarrer oder als Führungskräfte in der Diakonie tätig werden, sollen künftig verstärkt in die Entwicklung neuer Konzepte einbezogen werden. „Die Frage, wie sich theologische und diakoniewissenschaftliche Inhalte mit Hilfe digitaler Medien vermitteln lassen, gewinnt auch für die Gemeinde- und Gremienarbeit an Bedeutung“, erklärt die Prorektorin Professorin Konstanze Kemnitzer die Strategie.

Neuer Weiterbildungsstudiengang setzt stark auf digitale Kommunikation

Auch der neue Weiterbildungsstudiengang „Master of Theological Studies“ wird stark auf digitale Kommunikation setzen. Das Angebot richtet sich an Akademikerinnen und Akademiker mit Berufserfahrung, die ihre Karriere als Pfarrerin oder Pfarrer fortsetzen wollen. Der Studiengang ist berufsbegleitend konzipiert und hat eine Regelstudienzeit von sechs Semestern. Die ersten Studierenden werden Anfang 2021 erwartet.

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