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Symposium zum 80. Geburtstag von Frank Crüsemann am 6./7. Juli 2018

Symposium Frank Crüsemann

„Lieblingsbilder – und das Bilderverbot?!“ Unter diesem Titel fand am 6.7./7.7.2018 an der Kirchlichen Hochschule in Wuppertal ein Symposium aus Anlass des 80. Geburtstages von Prof. em. Dr. Frank Crüsemann statt. Das Thema verbindet zwei Leidenschaften des Jubilars: das Alte Testament und die bildende Kunst. Die Referentinnen und Referenten Rainer Kessler, Magdalene Frettlöh, Michaela Geiger, Johannes Taschner und Jürgen Ebach stellten ihre Lieblingsbilder und -künstler vor und brachten sie ins Gespräch mit dem alttestamentlichen Bilderverbot. Auf je eigene Weise gehen Caspar David Friedrich, Mark Rothko, Paul Klee, René Magritte und Sigmar Polke mit der Unabbildbarkeit um: Sie spielen – zum Teil ironisch – mit der Differenz zwischen Bild, Titel und Abgebildetem, entwerfen Kippbilder, fordern die Betrachterinnen und Betrachter zur Mitwirkung auf und weisen so über sich hinaus. Fallen solche Kunstwerke unter das Bilderverbot? Und welche aktuelle Relevanz hat das Bilderverbot angesichts der medialen Bilderflut? Um diese und andere Fragen wurde intensiv diskutiert.

Abschließend veranschaulichte Frank Crüsemann die Grundlinien dessen, was ihn in den letzten Jahren theologisch bewegt, anhand von Marc Chagalls „Weißer Kreuzigung“: Der Gekreuzigte wird auf diesem Gemälde als Jude in die Pogrome der Nazizeit eingeschrieben. Lehren aus ihrer Geschichte kann die christliche Kirche ziehen, indem sie das Neue Testament konsequent vom Alten her liest. Im Dialog mit dem Judentum erschließt sich der ganze Reichtum der biblischen Texte, der sich niemals ausschöpfen oder festschreiben lässt.

Prof. em. Dr. Frank Crüsemann

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