Studienprogramm Tanzania 2017

Mit dem Studienprogramm „Tanzania 2017“ brachten die Veranstalter, Prof. Dr. Henning Wrogemann für die Kirchliche Hochschule Wuppertal/Bethel und Dr. Claudia Währisch-Oblau für die Vereinte Evangelische Mission (VEM), erstmalig eine Gruppe von Studierenden aus Deutschland und eine Gruppe aus der Stadt Goma (Demokratische Republik Kongo) zusammen, was zugleich einen Nord-Süd- und einen Süd-Süd-Austausch ermöglichte. Das Programm fand vom 03.-18. März 2017 in Daressalam und Zanzibar zum Thema Christliche Kirchen in Kontexten und ihre muslimischen Nachbarn statt.



Zur Gruppe gehörten 11 Studierende der KiHo Wuppertal, 3 Studierende aus Goma sowie

Prof. Dr. Jean-Bosco Kambale Kahongya Bwiruka (Université Libre des Pays des Grand Lacs, Goma, 2. v. re.), Prof. Dr. Alain Kusinza (ULPGL, Goma, 4. v. re.), Dr. Claudia Währisch-Oblau (VEM), Leonie Grimm (Wiss. Hochschul-Assistentin MRÖ, KiHo) und Prof. Dr. Henning Wrogemann (KiHo).

In der ersten Woche ging es in der Millionenstadt Daressalam darum, möglichst viele Facetten der kirchlichen Arbeit der Eastern and Coastal Diocese der Evangelical-Lutheran Church of Tanzania (ELCT) wahrzunehmen.



Gespräch im Head Office der Eastern and Coastal Diocese

Neben Gottesdienstbesuchen in verschiedenen Gemeinden gehörten auch Gespräche mit Mitarbeitenden in den Arbeitsstellen der Diözese (etwa zu Bildungs- und Frauenfragen oder Evangelisation) und ein Besuch beim Radio-Sender der Kirche dazu.



Claudia Währisch-Oblau im Interview für Radio Upendo

Während auf dem tanzanischen Festland die Mehrheit der Bevölkerung christlichen Kirchen angehört, stellt sich die Situation auf der Insel Zanzibar gänzlich anders dar, da hier deutlich über 90 % der auf drei Millionen Einwohner geschätzten Bevölkerung Muslime sind, während Christen eine Minderheit von etwa 2 % ausmachen. Neben Gottesdiensten in städtischen und ländlichen Kontexten wurden hier Interfaith-Initiativen besucht.



In einer kleinen Landgemeinde (Mwakaji Parish) auf Zanzibar

Im Interfaith-Projekt Upendo war Gelegenheit, mit einem Gelehrten des lokalen Islam auf Zanzibar, Scheich Abdallah Talib, zur Frage von Islam und Menschenrechten zu diskutieren.



Scheich Abdallah Talib im Gespräch mit Prof. Dr. Henning Wrogemann

Im Nachgespräch zu diesem Vortrag konnten Studierende auf Vorkenntnisse zurückgreifen, die sie in der das Programm vorbereitenden Islamvorlesung des Wintersemesters 2016/17 an der Kirchlichen Hochschule Wuppertal/Bethel erworben hatten. Es wurde deutlich, dass zu diesem in vielen Gesellschaften sehr relevanten Thema nicht nur ein klares Verständnis unabdingbar ist, was den Begriff der Menschenrechte in der Diktion der Menschenrechtscharta der Vereinten Nationen von 1948 ausmacht, sondern auch ein vertieftes Wissen zu Grundlagen islamischen Rechtsverständnisses.

Im Namen der Teilnehmender und der Veranstalter sei allen Unterstützern/innen hiermit ein herzlicher Dank ausgesprochen.

Prof. Dr. Henning Wrogemann

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