Sr. Dörte Rasch wird Kanzlerin der Kirchlichen Hochschule

Sr. Dörte Rasch

Am 2. Mai d.J.  begann mein Dienst auf dem Heiligen Berg. Der erste Blick vom Parkplatz hinunter ins Tal der  Wupper war wunderschön und verwies mich auf meinen Einsegnungsspruch als Diakonisse, dem Psalmwort (Ps. 31,9b): „Du stellst meine Füße auf weiten Raum.“ Was für eine Weite, die sich da auftut – nicht nur durch den Blick ins Tal. Mein Blick geht zurück zu den  spannenden Aufgaben, denen  ich in meinem bisherigen Berufsleben bereits gegenüberstand: Nach dem Studium der Wirtschaftswissenschaft in Osnabrück zog es mich – das Diplom in der Tasche – nach Berlin, einer Stadt, die damals 1992  in einer unwahrscheinlichen Aufbruchsstimmung war: Da hieß es in Berlin und Brandenburg Wohnungsbauunternehmen bei der Erstellung der DM-Eröffnungsbilanzen und bei der Neuorganisation zu helfen und Jahresabschlüsse zu prüfen.

Dann ging es zum Kaiserswerther Verband deutscher Diakonissen-Mutterhäuser. Diakonissen und Diakonische Schwestern und Brüder kannte ich damals kaum. Aber die geistliche Tiefe dieser Gemeinschaften und die so entstehende gegenseitige Fürsorglichkeit  prägen mein Leben bis jetzt sehr.  Das spannendste Thema dort: die Nachversicherung der Diakonissen in den neuen Bundesländern, die seit 1956 aus der DDR-Rentenpflichtversicherung  rausgeflogen waren – ein Zustand, den die BfA im Westen nicht kannte. Dann ging es nach Thüringen und Mitteldeutschland: Hier galt es drei geschichtlich sehr unterschiedlich geprägte Landesdiakonische Werke zusammenzubringen und die Kirchenfusion Thüringen und Sachsen-Anhalt gut im Auge zu behalten. Danach kam der  Aufbau des Konzerncontrollings der edia.con, einem frisch fusionierten Träger von Krankenhäusern, Altenheimen, Hospiz, Kindergärten. Es folgte eine Zeit als Oberin in der Lazarusstiftung in Berlin, direkt an der Bernauerstraße, dort wo lange die Mauer stand, die Ost- und Westberlin trennte und wo jetzt die Mauergedenkstätte und die Kapelle der Versöhnung zu sehen ist. Die letzten drei Jahre durfte ich bei der Bethesda-Schwesternschaft in Wuppertal arbeiten.

Nun eine neue Weite: Die Kirchliche Hochschule Wuppertal / Bethel mit dem Studium der Theologie und Diakoniewissenschaft! Die weitere Entwicklung dieser Hochschule darf ich nun mehr als Kanzlerin und die unselbstständigen Einrichtungen mit ihren sehr unterschiedlichen Aufgaben als Koordinatorin begleiten. Wieder stellt unser Schöpfer meine Füße auf weiten Raum und ich bin sehr gespannt, was alles an Begegnungen, Themen, Problemen, Lösungen auf mich wartet. Als Diakonisse gehöre ich der Diakoniegemeinschaft von Schwestern und Brüdern  – Diakoniewerk RuhrWitten an. Falls Sie einmal diese Gemeinschaft kennenlernen wollen, sprechen Sie mich einfach an, ich nehme Sie gerne zu einer Veranstaltung dieser Gemeinschaft mit.

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