Bericht der Studierenden vom Hochschulpolitischen Tag

Hochschulpolitischer-Tag-2016-PlakatMit der Andacht von Herrn Wrogemann stimmten wir uns auf den folgenden Tag ein. Die Leiterin des Vorbereitungsteams eröffnete die Veranstaltung mit der Begrüßung der Anwesenden und leitete zum anschließenden Vortrag von Herrn Kriener ein. Herr Kriener ist Pfarrer in Bonn und war lange Zeit im Arbeitskreis „Deutsch-Israelischen Arbeitskreis für Frieden im Nahen Osten“ aktiv, sodass er sich zutraute einen einführenden Vortrag zum israelisch-palästinensischen Konflikt zu halten. Im Anschluss an den Vortrag wurden Nachfragen gestellt und einige Punkte diskutiert, die noch offengeblieben sind. Dann wurde zum Anschauen der Nakba-Ausstellung eingeladen, die am Nachmittag das Thema sein würde. Die Ausstellung beschäftigt sich mit der, von den Palästinensern so genannten Nakba, also der Vertreibung der Bewohner aus verschiedenen Gebieten im heutigen Israel im Jahre 1948. Nach der Mittagspause war Herr Varenhorst geladen, der acht Jahre lang in Israel gelebt hat. Er hielt ebenfalls einen kleinen Impulsvortrag zu dem Konflikt und konnte viele spannende Beobachtungen aus seiner Zeit dort einfließen lassen. Zudem war seine Frau, die aus Israel stammt und dort auch noch wohnt, ebenfalls anwesend. Sie konnte in der anschließenden Diskussions-und Fragerunde weitere sehr spannende Details aus dem alltäglichen Leben in Israel berichten und brachte bei vielen Themen einen spannenden Blickwinkel ein. Der Tag wurde anschließend mit einer Filmvorführung beendet. Es wurde der Film „Das Schwein von Gaza“ gezeigt, der den Konflikt immer wieder am Rande bearbeitet, aber auch das Leben im Gazastreifen humoristisch zeigt.

Alles in allem war es ein sehr informativer Tag, der wieder einmal zeigt, dass der Konflikt sehr viel vielschichtiger ist als es von den meisten wahrgenommen und dargestellt wird und eine schnelle Lösung des Konfliktes nicht realistisch erscheint.

Jonathan Reimann

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