Grußwort des Ephorus

Alexander ErnstWissenschaft lebt vom Fremden. Vertrautes in Frage zu stellen, gehört zu ihrem Wesen und bereichert sie. Das gilt auch und ganz besonders von der Theologie und der Diakoniewissenschaft. Wenn sich die evangelischen Landeskirchen und die EKD Kirchliche Hochschulen leisten (und zwei leisten sie sich), dann geben sie dieser Überzeugung Raum. Ein echtes Verstehen gibt es nur, wenn man den eigenen Standpunkt mit Anderem und Anderen ins Gespräch bringt. Gesprächspartner sind die Quellentexte der Theologie und Diakonie (ganz vorne an: die Bibel), aber auch die Menschen, die anders denken, handeln und glauben. Ohne dieses Gespräch ist Wissenschaft nicht denkbar. Deshalb fördert die Kirchliche Hochschule Exkursionen und Begegnungen mit anderen Menschen (wie Sie den nächsten Artikeln dieses Newsletters entnehmen können), deshalb hat sie in Zusammenarbeit mit der Vereinten Evangelischen Mission mit dem Master of Diaconic Management einen internationalen Studiengang eingerichtet, deshalb hat sie viele ausländische Studierende. Deshalb sind andere Religionen und der Dialog der Religionen für uns ein wichtiges Thema in allen Studiengängen.

Logo Weltoffene Hochschulen gegen FremdenfeindlichkeitDie Kirchliche Hochschule beteiligt sich zusammen mit den anderen in der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) zusammengeschlossenen Hochschulen an der Aktion „Weltoffene Hochschulen – Gegen Fremdenfeindlichkeit“.

Die in den letzten Monaten immer häufiger aufgetretenen fremdenfeindlichen Tendenzen in Deutschland bis hin zu  Straftaten gegen Flüchtlinge, die bei uns in Deutschland Schutz suchen, haben die Hochschulen bewogen deutlich Stellung zu beziehen.

„Hochschulen sind weltoffene Orte. Meinungsvielfalt und internationaler Austausch sind Grundlagen ihrer Forschungs- und Lehrtätigkeit. Angesichts der derzeit erkennbar zunehmenden fremdenfeindlichen Tendenzen fühlen sich die Hochschulen aufgerufen, für diese Werte offensiv einzutreten“, so HRK-Präsident Prof. Dr. Horst Hippler, der die Aktion angestoßen hatte.

Weitere Informationen: www.hrk.de/weltoffene-hochschulen

 

 

 

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