In Wupperthal

„Rheinisch“ – gestern, heute und weltweit

KiHo am Kap: Vom 23. bis 30. Oktober 2015 hielten sich Prof. Dr. Hellmut Zschoch, Assistentin Mag.theol. Barbara Herfurth und stud.theol. Malte Stollewerk als Teil einer von Oberkirchenrätin Barabara Rudolph geleiteten Delegation der Evangelischen Kirche im Rheinland und der Vereinten Evangelischen Mission in Südafrika auf. Ihr Besuch galt einer internationalen Konferenz „rheinischer“ Kirchen in Kapstadt. Gastgeberin war die „Rheinische Kirche in Südafrika“; neben den deutschen Rheinländern war auch die „Chinesische Rheinische Kirche“ aus Hongkong vertreten. Es handelte sich zum einen um ein „Familientreffen“ in der Tradition der Rheinischen Missionsgesellschaft. Zum anderen ging es im Blick auf Südafrika um den Beginn einer historischen Aufarbeitung der Missionsgeschichte: Dass die Rheinische Mission ihre südafrikanischen Gemeinden seit den 1930er Jahren gegen deren Willen an andere Kirchen übergab, bedarf einer kritischen Erforschung. Zu dieser Forschung gab die Konferenz einen Startschuss, nicht nur durch Vorträge und Diskussionen, sondern auch durch eine Abschlusskundgebung, die ein Forschungsprojekt anstößt, das sowohl von Deutschland aus als auch in Südafrika selbst durchgeführt werden soll. An der KiHo wird der deutsche Teil des Projekts am Lehrstuhl für Kirchengeschichte angesiedelt sein.

Konferenz Rhenish Churches

Der rheinisch-familiäre Charakter prägte das Zusammensein auch in Gottesdiensten und Feiern und im persönlichen Austausch von Afrikanern, Chinesen und Deutschen. Es war überraschend und bewegend, so viele Menschen zu treffen, die von sich sagen „We are proud to be Rhenish!“ Und es war ein besonderes Erlebnis für die Wuppertaler, nach Wupperthal zu kommen, zur 1830 gegründeten ersten rheinischen Missionsstation, heute im Besitz der Moravian Church (Herrnhuter) und ein zugleich idyllischer und lebendiger Ort, der den Charakter der Missionsstation bewahrt hat. Der dort geerntete und verarbeitete Rooibusch-Tee wird übrigens u.a. über die GEPA vertrieben – es gibt also auch wirtschaftliche Verbindungen zwischen Wupperthal und Wuppertal. Und die drei Reisenden aus der KiHo können ihre ökumenischen Erfahrungen im „rheinischen Commonwealth“ jetzt auch kurz mit den Worten zusammenfassen: „We are proud to be Rhenish!“

Abschlusskundgebung Elisiesrivier Statement zum herunterladen.

Bilder: Uli Baege/VEM

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